Trabosax 2013

 

Vorankündigung

Die diesjährige Tagung der sächsischen Waagstockbeobachter wird am 9. November 2013 im Lehr- und Versuchsgut in Köllitzsch stattfinden. Die Einladung mit der Tagesordnung wird allen Waagstockbeobachtern rechtzeitig zugesandt.

Bitte halten Sie sich diesen Termin frei.

Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

Trachtbeobachtungen Sachsen

Die fehlenden Werte lagen noch nicht vor und werden nachgereicht.

(Bitte mitteilen, wenn sich Fehler in die Tabelle eingeschlichen haben sollten.)

 

Klick ins Bild zum Vergrößern!

Tabelle vom 10. Mai 2013 zum Download:

trabosax_05-17.pdf trabosax_05-17.pdf (17,0 kB)

Daten der elektronischen Waagen in Sachsen

Durch einen Klick auf den Stationsnamen gelangen Sie zu den Tabellen mit den Waagdaten.

Waagedaten Schkeuditz Waagedaten Leipzig Waagedaten Strelln Waagedaten in Kmehlen Waagedaten in Schwepnitz Waagedaten Coswig Waagedaten Mohorn Waagedaten Chemnitz Waagedaten Arbeitsgemeinschaft MS Hartenstein Waagedaten Tschorlau Waagedaten Langenhessen Übersicht Waagen

Fotos: Frank Petermann ©

Klick auf das Vorschaubild.

Download des Berichtes zur Auswinterung 2012 als pdf-Datei

Winterbericht_Zusammenfassung.pdf Winterbericht_Zusammenfassung.pdf (206,4 kB)

April 2012

Monatsbericht April 2012

 

Folgende Zitate einiger unserer Beobachter verdeutlichen die unterschiedliche, ja konträre Sichtweise auf den Monat April. Jeweils in Klammern hinter dem Zitat finden Sie die Höhenlage, in welcher der zitierte Imker seine Bienen stehen hat.

„Die Völker sind ca. 14 Tage in ihrer Entwicklung zurück. Im Verein gab es hohe Verluste.“ (420 m)

„Am 1. Mai erster Schwarm. 2200 Gramm! Schlechte Auswinterung!“ (215 m)

„Die überwinterten Einheiten entwickelten sich optimal. Mitte April flogen erste Drohnen. Erste Schleuderung am 4. Mai begonnen.“ (180 m)

Woran mag es wohl liegen, dass die Einschätzungen sich derart unterscheiden? Doch nicht etwa an der Laune der Bienen … oder gar der Imker? Oder vielleicht am sprichwörtlich wetterlaunigen April?

Hier dazu die Fakten :

Das Wetter im April 2012

Aprilwetter pur!  Sonne und Schauer im Wechsel. In wenig schöner Erinnerung bleibt der Kaltluftvorstoß um Ostern, der zum Teil bis in tiefere Lagen Schnee brachte. Nachts trat Frost auf, so dass die Blüten vieler Obstbäume erfroren. Zum Monatsausklang kam dann rasant der Frühsommer mit Spitzenwerten über 30 Grad fielen reihenweise Rekordmarken.

Temperatur

Mit einer Durchschnittstemperatur von 8,1 Grad war der April 0,2 Grad kühler als im Mittel der letzten 30 Jahre - im Prinzip also ein völlig normaler Monat. Generell war es im Osten des Landes etwas milder als im Westen. Der wärmste Tag war der 28. April mit einer Höchsttemperatur von 32,2 Grad in München und rund 31 Grad in Berlin, meine private Station in Coswig registrierte 31,8 Grad. Die kältesten Nächte traten um den 8. April auf. In Köln wurden beispielsweise minus 3,9, in Hamburg minus 4,8 gemessen. Meine Station in Coswig maß in der Nacht zum 9. April - 2,5 Grad.

tl_files/inhaltsgrafiken/Beobachter/Monatsberichte/temp.gif

Niederschlag

Im Mittel fielen im April 48 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht fast genau dem langjährigen Durchschnittswert seit 1981. Regional gab es aber große Unterschiede. Insgesamt war es im Westen und Süden deutlich nasser als im Osten. Ein Beispiel: In Düsseldorf hat es im April 64 Liter geregnet, nur knapp 30 waren es in Berlin. In den ostdeutschen Ländern hat sich somit die Trockenheit fortgesetzt. (Coswig 26 Liter).tl_files/inhaltsgrafiken/Beobachter/Monatsberichte/nied.gif

Sonnenscheindauer

Die Sonne schien knapp 15 Prozent weniger als im Mittel der letzten 30 Jahre. Am besten kamen die Sonnenliebhaber im Osten und Süden weg, etwas im Nachteil war man in den nordwestlichen Landesteilen. Zusammengefasst: Auch wenn der April von vielen als zu wechselhaft empfunden wurde, zeigt die Auswertung, dass praktisch alle Parameter im Normalbereich lagen. Gefühlt war das Wetter im April deshalb "schlecht", weil man als Vergleich die teils ungewöhnlich sonnigen Aprilmonate der letzten Jahre im Gedächtnis hat.

tl_files/inhaltsgrafiken/Beobachter/Monatsberichte/son.gif

 

Phänologie

Wilhelm Broy schreibt: „Der April war viel zu trocken. Durch die häufigen Nachtfröste konnte sich die Vegetation erst in den letzten Tagen des Monats sprunghaft entwickeln.“ 

In Blühbeginn und Blühdauer der Pflanzen zeigen sich die Einflüsse der Wetterbedingungen in sehr anschaulicher Weise. Ein entsprechender Vergleich dieser Daten bei den wichtigsten Trachtpflanzen unserer Honigbienen zwischen einzelnen Beobachtungsstationen bringt uns erste Erkenntnisse zu den Ursachen der eingangs genannten regionalen Unterschiede bei der Bewertung des Monats April als traditionellem Entwicklungs-, in den letzten Jahren immer öfter auch ersten Trachtmonats. Nachstehende Tabelle macht deutlich, zu welch unterschiedlichen Zeiten Spitzahorn und Süßkirsche blühten. Man beachte vor allem die

tl_files/inhaltsgrafiken/Beobachter/Monatsberichte/tabelle2.gif

Entwicklung der Bienenvölker

Lassen wir zu diesem Punkt zunächst wiederum einzelne Beobachter sprechen:

„Die Völker haben sich im Allgemeinen gut entwickelt, können aber mit der rasanten Blütenentfaltung nicht mithalten. Ein Problem stellt wie schon im vergangenen Jahr die extreme Trockenheit dar. … Viele Imker klagen über nur schwache Völker. Auch musste vielfach nachgefüttert werden.“ (Fritz Werner)

„Die erste Dekade hatte sogar 6 Tage ohne Bienenflug. Nach der rasanten Entwicklung im März kam denBienen dieser Entwicklungsstopp entgegen. Die Bienen erstarkten dadurch bis zur Obstblüte erheblich. Von Ahorn bis Raps war die Blüte deutlich verfrüht.Doch Apfel und Rosskastanie blühten schon später als erwartet....

Im April war es für Zunahmen meist einige Grad zu kühl. Der Waagpegel fiel leicht, aber stetig. Erst die letzten vier Tage brachten mit Rekordwerten um 30°C etwa 5 kg Zunahme in einer rapsfreien Umgebung. Die Beuten sind zum Monatsende bienenvoll und zuchtbereit. Es wurden auch schon wieder Schwärme gemeldet. (Hilmar Naumann)

 „Gut überwinterte Völker entwickelten sich während der Salweiden- und Kirschgehölzblüte sehr gut. Gegen Monatsende war Schwarmneigung nahe!. Raps, nur 5 m neben dem Bienenstand, wurde nur anfangs etwas besucht. Rapsspritzung in den blühenden Bestand am 21. April gegen 10.30 Uhr, angeblich mit flüssigem Kalidünger; Bienenbeflug eingestellt.“ (Wilhem Broy)

 Ein zahlenmäßiger Überblick über die Entwicklung der Bienenvölker bzw. der Trachtverhältnisse an den Beobachtungsstandorten Sachsens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.

Detailliertere und stets aktuelle Meldungen und Auswertungen erfolgen wöchentlich über das sächsische Trachtmeldesystem „Trabosax“.

tl_files/inhaltsgrafiken/Beobachter/Monatsberichte/tabelle1.jpg

 „Trabosax“ ist somit bestens geeignet, um die Trachtentwicklung in Sachsen ganz aktuell  zu verfolgen (http://www.sachsenimker.de/beobachtungen.html). Voraussetzung für aussagekräftige Angaben ist die ehrenamtliche, fleißige und gewissenhafte Tätigkeit unserer Waagstockbeobachter, für die wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken. Weitere Beobachter sind jederzeit herzlich willkommen!

 

Andreas Oelmann und Frank Petermann

Monatsbericht Apüril 2012 zum Download als pdf-Datei

April_Zusammenfassung.pdf April_Zusammenfassung.pdf (310,5 kB)

Jahresbericht der Waagstockbeobachter 2010/ 11

Für unsere Bienen und damit natürlich auch für uns Imker ist am 31. Oktober ein Bienenjahr der Superlative zu Ende gegangen. Die vorliegende Sammlung der Monatsberichte belegt das anschaulich....

Sie können die Monatsberichte des vergangenen Beobachtungsjahres in Form einer pdf-Datei auf Ihrem Rechner speichern, lesen, ausdrucken....