Über uns

Der Landesverband Sächsischer Imker e.V. umfasst das Gebiet des Freistaates Sachsen.
Er ist Rechtsnachfolger der ehemaligen Kommission Bienenwirtschaft der ehemaligen Bezirksvorstände des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter, die ihren Sitz im Territorium des Freistaates Sachsen hatten.
Der Landesverband Sächsischer Imker e.V. ist Rechtsnachfolger des 1863 gegründeten "Bienenwirtschaftlichen Hauptvereines im Königreich Sachsen".

Gepräch im Rahmen der Sommertour der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages

Am Montag, den 13. Mai 2019, traf sich der Vorstand des Landesverband Sächsischer Imker mit dem Arbeitskreis V "Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft" der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, um über die derzeitige Situation "Bienen-Landwirtschaft" zu dikutieren.

Wir, der LVSI, legten viele Probleme auf den Tisch, wie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, das in landwirtschaftlich geprägten Regionen verbesserungswürdige Futterangebot bzgl. Pollen und Nektar, der Schutz der Wildbienen und prinzipiell aller Insekten sowie besserer Vermarktungsmöglichkeiten sächsischen Honigs und der Sicherstellung, dass dieser nicht mit Pflanzenschutzmitteln belastet ist.

Dass das Thema "Pflanzenschutzmittel" ein heißes ist und zu heftigen Debatten zwischen ImkerInnen und Landwirten führt, lässt sich nicht schön reden. Dennoch ist es uns wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass weniger in diesem Fall durchaus mehr sein kann und ein braunes, totgespritztes Feld uns immer ein Dorn im Auge sein wird. Die Landwirte verstehen das zum Teil, müssen jedoch als UnternehmerInnen sichere Ernten einfahren und dies ist bei den konventionellen Betriebsweisen leider nur mit z. T. insektenschädigenden Mitteln möglich. Nichtsdestotrotz werden wir uns weiterhin für eine Reduktion dieser Mittel stark machen. Schließlich geht es um unsere Bienen, unsere Umwelt.

Beim Thema Pflanzungen von Bienenweide stehen die Landwirte hinter uns und sind auch sehr bemüht, mehr zu tun. Schließlich kann eine Pflanzenart bis zu 20 Insektenarten ernähren. Jedoch gibt es da gesetzliche Hürden, da Ackerland, welches nach 5 Jahren nicht umgebrochen wird, zu Grünland wird, was zu einer Wertminderung führt. Dies macht aber eine Pflanzung von Hecken, Sträuchern und Bäumen, die über viele Jahrzehnte Futter zur Verfügung stellen könnten, nahezu unmöglich. Hier ist der Gesetzgeber gefragt. Wir bleiben dran.

 Letztlich ging es auch um die Umsetzung des Belegstellenschutzgesetzes, welches im letzten Jahr beschlossen wurde. Wir sind dbzg. auf einem guten Weg und uns wurde die volle Unterstützung der Landesregierung zugesichert.

Alles in Allem ein sehr wichtiges Treffen, bei dem wir viele Impulse und Anregungen mit auf den Weg geben konnten. Unsere Probleme wurden ernst genommen, werden geprüft und es wird nach realisierbaren Lösungen gesucht - das wurde uns zugesichert.

Wir sind zuversichtlich und freuen uns auf die nächste Zusammenkunft.

Wir sind Mitglied in folgenden Vereinen/Gemeinschaften

Der Landesverband Sächsischer Imker e.V. ist Mitglied in:

  • Deutscher Imkerbund e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Tierzuchtorganisation e.V.
  • Agrar-Marketing-GmbH
  • Verein Länderinstitut für Bienenkunde Hohen-Neuendorf
  • Sächsischen Landesbauernverband e. V.

Statistisches

Im LVSI e.V. waren 2018 insgesamt 4.389 Imker, davon 813 Imkerinnen, in 160 regionalen Vereinen organisiert. Betreut wurden 35.726 Bienenvölker.

Position des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V.

Position 1:
Bei der Vertreterversammlung in Grimma beschlossen: der Landesverband Sächsischer Imker e.V. mit seinem Vorstand spricht sich in einem Positionspapier, gegen den Anbau von gentechnich veränderten Pflanzen aus. Dieses Positionspapier ist dem sächsischen Landwirtschaftsminister Herrn Kupfer und der sächsischen Staatsregierung zu übergeben und unter www.sachsenimker.de zu veröffentlichen.
Begründung und Inhalt des Papiers:
  • die Gründe für die Ablehnung liegen unter anderem in der nicht vorhandenen Rechtssicherheit für Imker und Bienenprodukte.
  • Eine übergroße Mehrheit dier deutschen Verbraucher lehnt Agro-Gentschnik in Lebensmitteln ab.
  • Die derzeit gültige Abstandsregelung lässt auf Grund des Flugradius der Biene eine Koexistenz von konventionellem und GVO Anbau nicht zu.
  • Hierdurch wird man der im Gentechnikgesetz festgeschriebenen Wahlfreiheit für den Verbraucher nicht gerecht.
  • Eine Abwanderung aus betroffenen Gebieten und die Untersuchung der Bienenprodukte sind für den Imker unzumutbar.
  • Bezüglich der Unbedenklichkeit der Agro-Gentechnik für Mensch und Biene besteht noch Forschungsbedarf.

 

Position 2:
Bei der Vertreterversammlung in Grimma beschlossen: dass der Landesverbans Sächsischer Imker e.V. mit seinem Vorstand sich in einem Positionspapier zu den Gefahren der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln positioniert. Dieses Positionspapier ist dem sächsischen Landwirtschaftsminister Herrn Kupfer, der sächsischen Staatsregierung zu übergeben und unter www. sachsenimker.de zu veröffentlichen.
Da durch das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln große Schäden bei den Bienenvölkern auftreten können, fordern wir:
  • intensivere und geeignetere Zulassungprüfungen hinsichtlich der Bienenverträglichkeit
  • Umstrukturierung der Agrarförderung zur Abwendung von Monokulturen und damit Einsparung von Pflanzenschutzmitteln
  • Förderung der Entwicklung umweltverträglicher Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Verbot aller Neonicotinoide im Acker- und Pflanzenbau.

 

Position 3:
Bei der Vertreterversammlung in Grimma beschlossen: der Landesverband Sächsischer Imker e.V. mit seinem Vorstand äußert sich in einem Positionspapier zu den Problemen der intensiven Landwirtschaft mit ihren Monokulturen.
Dieses Positionspapier ist dem sächsischen Landwirtschaftsministerium Herrn Kupfer, der sächsischen Staatsregierung zu übergeben und unter www.sachsenimker.de zu veröffentlichen.
Zur Verbesserung der Umweltsituation fordern wir folgende Maßnahmen:
  • Umsetzung und Ausweitung bestehender Programme, z. B. Blühstreifen-, Blühflächen und Ausgleichflächenprogramme,
  • "Öffentliches Bunt" statt "Öffentliches Grün"
  • Förderung der Bienenweidepflanzung auf öffentlichen Flächen,
  • Verwendung von alternativen Blühpflanzen zur Biogasgewinnung,
  • Förderung von Zwischenfruchtaussaaten nach der Getreideernte,
  • Förderung einer umweltverträglichen Landwirtschaft,
  • Finanzieller Ausgleich für Landwirte bei Landschaftspflegemaßnahmen

Schreiben an Staatsminister Schmidt zur Gentechnik

Während eines Gesprächstermin im Juni 2015 in der Geschäftsstelle des Landesverbandes konnte das nachfolgende Schreiben zur Gentechnik an Staatsminister Schmidt übergeben werden.

Schreiben an Staatsminister Schmidt

SM_Schmidt_Gentechnik-1.pdf (476,0 KiB)