Imkerverein Dippoldiswalde e.V.

 Der Imkerverein Dippoldiswalde e.V. wurde 1873 gegründet. Die ersten Jahre waren geprägt von Turbulenzen in der Leitungstätigkeit. Chronistisch wurden bis 1912, also 39 Jahre, nicht weniger als 13 Vorsitzende genannt. 1912 übernahm dann ein "ganz Großer" der Bienenzucht, Herr Gustav Holfert, den Vorsitz und führte ihn 30 Jahre in bester Harmonie und Qualität bis 1942, aus. Die Kriegs- und Nachkriegsjahre hinterließen große Lücken im Vereinsbestand. Die Chronik erzählt viel über Pflichthonigabgabe, Notfütterung und Ablösung ehemaliger Mitglieder der NSDAP in Leitungsfunktionen durch Antifa-Angehörige. Zielstrebigkeit in der Vereinsarbeit trat 1960 ein, als ein Wilhelm Krüger den Vereinsvorsitz übernahm. Fachlich und organisatorisch leistete er Ausgezeichnetes. In seiner Zeit hatte der Verein teilweise 126 Mitglieder mit 1300 Völkern (1965). Ein aktives Spartenleben von Fahrten über gesellige Veranstaltungen bis zu Fachvorträgen und Behandlung der Völker gegen die Tracheen-Milbe wird ausgeführt. Der Imkerschweiß in den Sommermonaten wurde honoriert vom Staat durch subventionierte Honigablieferung in den volkseigenen Aufkaufsstellen. 15 Mark brachte das Kilo Bienenhonig.

Das Jahr 1989 veränderte Vieles auch in unserem Verein nicht unbedingt zum Besten. Mangelnder Honigabsatz und auch die hart zuschlagende Varroa-Milbe reduzierte den Verein auf 30 Mitglieder.
Trotzdem stellten wir uns hier in der Region dem Problem der Imker-Nachwuchsgewinnung. Viel geredet wurde über die Notwendigkeit der Gewinnung neuer Mitglieder. Es wurden Präsentationen auf verschiedenen Festen organisiert. Aber leider blieb es bei Informationen des Besucherstromes. Ein Objekt des hießigen Landschaftspflegeverbandes versandete ohne nennenswerte Erfolge. Die rechte Werbestrategie wurde nicht gefunden. Erst im Jahre 2007/2008 erfolgte auf Initiative des damaligen Vorsitzenden eine Imkerpräsentation in fünf Orten des Altkreises Dippoldiswalde. Und es brachte Erfolge. Die Aufnahme der Imkerpräsentation in das Programm der hießigen Volkshochschule brachte weitere fünf Neuanmeldungen.
So wird der Verein das Jahr 2009 mit einer Mitgliederzahl von 47 abschließen. Das ist eine Steigerung von 60 % gegenüber 1989.

Das Ergebnis nennen wir vorbildlich und sollte von vielen Vereinen zum Anlass genommen werden auch so zu handeln.

Unsere Natur braucht die Bestäubungsleistung unserer einheimischen Honigbiene.

Gerhold Klotz
Vors. IV Dippoldiswalde
Tel.: 03504/614909

 

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Dippser Imkerverein macht "Nägel mit Köpfen"

Es ist allgemein bekannt wie wichtig die Existenz unserer einheimischen Honig-
bienen für die Befruchtung unserer Pflanzenwelt ist.
Gleichzeitig geht aber die Anzahl der Imker und damit der Bienenvölker immer
mehr zurück. Dieser Tendenz stellte sich der Dippser Imkerverein und führt aktiveWerbeveranstaltungen durch. Mit großem Erfolg. So traten in den letzen 2 Jahren13 Neuimker dem Verein bei. Diesen Bürgern, die beabsichtigten die Imkerei gutbeherrschen zu lernen, widerfährt durch den Imkerverein eine aktive Hilfe.
Patenimker werden diesen "Neuen" mit Berufungsurkunde zur Seite gegeben. Mitviel Eigeninitiative sollen sie in komplizierten Situationen Hilfe erfahren und so von unangenehmen Rückschlägen verschont bleiben.

Günter Berndt

 

 

Präsentation zur Neuimkerwerbung

  1. Begrüßung / Verlesung der Tagesordnung
  2. Vorstellung der Teilnehmer des Vereines
  3. Anliegen der Veranstaltung
    - Bienen als einziger Massenbestäuber in der Natur
    - Rückgang der Imkerei. Landesverband 1989/1990 = 8900 Imker. derzeitig = 2900 Imker, das sind noch 32%
  4. Darlegung über wesentliche Voraussetzungen zum Beitreiben einer Bienenhaltung
    - uneingeschränktes Interesse
    - Zeit
    - Aufstellungsort
  5. Fördermöglichkeiten (unverbindlich)
  6. Mitgliedsbeiträge
    - für Mitglieder mit 3 Völkern ca. 40 €/Jahr
  7. Vortrag über die Arbeiten an den Bienen, jahreszeitabhängig
  8. Vorstellung einer Bienenwohnung. Magazin mit einer Zarge und Inhalt. Hinweis auf notwendiges Nebengelass
  9. Literatur-Vorstellung. Beispiel: "1 mal 1 des Imkerns"
  10. Nennung der Lage des nächsten Imkereifachhandels
  11. Überreichung einer Aufstellung "Material für den Anfänger"
  12. DVD - Vortrag: "Honig das Geschenk der Natur" vom DIB
  13. Diskussion
  14. Ausgabe von Visitenkarten des Vorsitzenden

Die Dauer der Veranstaltung sollte mit 2 - 3 Stunden veranschlagt werden.