Imkerverein Limbach-Oberfrohna

tl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/IVL.-O.Logo.JPG

Der Imkerverein Limbach wurde am 9. November 1874 gegründet. 22 Imker schlossen sich zusammen und wählten den Pastor Hemman zum Vorsitzenden. Durch Höhen und Tiefen der Zeitgeschichte hat sich der Verein bis heute erhalten. Imker der damaligen umgebenden Dörfer Oberfrohna, Rußdorf, Kändler, Pleißa, und Bräunsdorf durften Mitglied des Limbacher Vereins werden. Inzwischen war Limbach eine Stadt geworden und das nahe Oberfrohna eingemeindet. In der DDR waren die Imker dann im Verband „VKSK“ (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter) organisiert und erlebte einen zahlenmäßigen Aufschwung, bedingt durch die Mangelwirtschaft und günstige staatliche Aufkaufpreise für Bienenhonig. 1 kg Honig wurde mit 14 DDR -Mark vergütet.

So waren wir im Jahre 1953 92 Imker mit 680 Bienenvölker. Bis 1968 sank die Anzahl der Imker auf 68 und es waren 538 Völker vorhanden. Ausrüstungen für die Bienenhaltung waren schwer zu bekommen. Die DDR–Industrie begann Hinterbehandlungsbeuten herzustellen, die den Imkern über den Verband zugeteilt wurden. Der Bedarf konnte nicht gedeckt werden, so dass nach wie vor Selbstgebautes notwendig war. Die oberste Verbandsführung negierte unverständlicherweise die Bienenhaltung in Magazinen. Im nahegelegen Mühlau wurde in den 70etl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/IVL.-O.BienePollen.JPGr Jahren eine große Apfelplantage angelegt. In der Landwirtschaft wurde vermehrt Raps angebaut. Dies war unseren Imkern sehr dienlich.   Ab Mitte der 70er Jahre wurde dann in diese Trachten gewandert. Die Obstbauern zahlten eine Bestäubungsprämie. 12 Wanderwagen waren in Gebrauch. 

Nach der Wende kam es zu einem starken Einbruch in der Mitglieder– und Völkerzahl. Der staatlich garantierte Aufkauf von Bienenhonig entfiel. Die Imker mussten nun ihren Honig selbst vermarkten, dies begann sehr zäh. 

1999 feierten wir das 125 jährige Bestehen des Imkervereins.

Im Jahre 2000 waren wir nur noch 19 Imker und hielten 260 Völker. Die Selbstvermarktung des Bienentl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/IVL.-O.Brut.JPGhonigs klappte zunehmend besser. Einige Vereinsmitglieder beschäftigen sich mit der Zucht der Rasse Carnica und geben ihre Jungköniginnen auf Belegstellen zur Begattung. Das Ziel der Zucht ist eine sanftmütige Biene mit hohem Honigertrag und wenig Schwarmneigung. Mehrheitlich verwenden unsere  Imker das Rahmenmaß DNM. Weit verbreitet ist noch die DDR-Hinterbehandlungsbeute, wobei Neueinsteiger mit der Magazinimkerei beginnen. Unsere Produkte sind Honig, Bienenwachs, Propolis, Königinnen von der Belegstelle und junge Bienenvölker.

 

 

2008 schlossen sich die Imker aus Wolkenburg und Kaufungen unserem Verein an. 2012 waren wir wieder 45 Imker, darunter 6 Imkerinnen, mit einem Bestand von 445 Bienenvölkern. Regelmäßig treffen wir uns zu Vereinsversammlungen und tauschen Erfahrungen aus. Jährlich führen wir bei einem Imkerfreund eine Standbegehung mit anschließendem Grillfest durch. Wir präsentieren uns in der Öffentlichkeit, z.B. an Schulfesten mit einem Schaukasten mtl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/IVL.-O.Klotzbeute.JPGit einem Bienenvolk. Im städtischen Tierpark ist eine Schautafel zum Bienenleben aufgestellt. Am Sächsischen Imkertag nehmen stets der Vorstand und einige Imker teil. Im nahen Niederfrohna betreibt eine Imkerin von uns einen Lehrbienenstand. Der Honig dieses Standes wurde 2012 in Sachsen ausgezeichnet.

Zur Schlichtung von möglichen Streitfällen hat der Stadtrat Limbach-Oberfrohna im Jahre 2012 auf Antrag des Imkervereins die Bienenhaltung für „ortsüblich“ erklärt.

Obwohl auch bei uns in der Mehrzahl ältere Imker vertreten sind, haben wir in den letzten Jahren etliche jüngere Mitglieder, darunter auch Imkerinnen, im Verein aufnehmen können.

Neueinsteiger sind bei uns jederzeit willkommen.

Der Vorstand ist zu erreichen unter der Mail-Adresse: imkerlimbach@web.de