Imkerverein "Oberes Müglitztal 1905" e.V.

Der Imkerverein wurde am 30.04.1905 gegründet.

Die Vereinsmitglieder aus dem oberen Müglitztal, angefangen von der Stadt Glashütte bis nach Altenberg und den angeschlossenen Ortschaften haben seither eine Menge Höhen, aber auch Tiefen gemeistert.

Derzeit hat der Verein 38 Mitglieder, welche circa 380 Bienenvölker betreuen.

Neben den Informationen des Landesverbandes Sächsischer Imker e. V. und des Deutschen Imkerbundes e. V. werden in jeder Mitgliederversammlung immer fachliche Themen besprochen und diskutiert. Von diesem regen Erfahrungsaustausch profitieren aber nicht nur die jungen Imkerinnen und Imker, sondern auch die „alten Hasen“.

Bis 1986 wurde vom Verein auch eine eigene Belegstelle betreut, so dass ebenso die interessante Thematik der Zuchtarbeit immer wieder zur Sprache kommt. Hierfür stehen den Imkerfreunden auch erfahrene und engagierte Züchter mit Rat und Tat zur Seite.

Besonders hervorzuheben ist der Bienenstand im Wildpark Osterzgebirge in Hartmannmühle, welcher von einem unserer Imkerfreunde betreut wird. Hier können Interessierte die Welt der Bienen schon einmal näher beobachten, und wer weiß – vielleicht entdeckt hier noch so mancher das Interesse an der Bienenhaltung im eigenen Garten.

Bei Interesse können Sie sich gern bei uns melden:

Vereinsvorsitzender   Hans Theile   Tel.: 035053/47773
Schriftführerin   Sandra Geißler   Tel.: 035053/312320
              
Jedes Volk braucht eine Königin - Bienen für eine gesunde Umwelt
Der Imkerverein „Oberes Müglitztal 1905 e.V.“ legte schon immer großen Wert auf die Zucht von Bienenvölkern. Dabei geht es vorwiegend um die Rasse der Carnica (Apis mellifera carnica) der Linie Troisek und Peschetz. Auch die Toleranzzucht gegen die Varroamilbe findet ihre Bedeutung. Die Carnica Biene ist die am weitest verbreitete Bienenrasse in Europa.
Die Zucht von Bienenköniginnen setzt Wissen und praktische Erfahrung voraus. Als Pioniere der Königinnenzucht im Verein muss man die Imkerfreunde Gotthard Hahmann aus Johnsbach, Dr. Fritz Uhlig aus Bärenstein und auch Konrad Uhlemann aus Schlottwitz nennen. Zu den Meistern ihres Faches bildeten sich die Imkerfreunde Horst Geißler aus Bärenhecke und Walter Claus aus Cunnersdorf heraus. Beide fungierten als Zuchtrichter und Körmeister.
tl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/Bild1ObMueglitzt.JPGDer Imkerfreund Walter Claus Jahrgang 1930 ist Mitglied im Verein seit 1949 gibt Wissen und Können an junge Imker weiter.
Sanftmut, Schwarmträgheit und Leistungen sind die Kriterien. Bastartisierte Bienenvölker weichen oft von den Kriterien ab. Imker, die sich unter den gegebenen Bedingungen immer mal eine gekörte Rassenkönigin zukauft und von ihre nachzieht ist als Züchter immer mit einem Bein dabei. Leider haben wir in der Nähe keine Belegstelle mehr, die Letzte wurde 1986 am Seifenflügel-Altenberg geschlossen. Die Technik und Fähigkeit der künstlichen Besamung hat sich hier noch keiner angenommen, die Gerätschaften sind auch teuer. Zum Imkerfreund Walter Claus muss man noch hinzufügen, dass er auch als Bienenseuchensachverständiger fungiert. Über 200 Bienenvölker diagnostzierte er im Auftrag des Amtstierartztes, als die Bienenseuche Faulbrut vor 2 Jahren in Dippoldiswalde und Umgebung ausgebrochen war und zu bekämpfen galt. Heute gilt dieses Umfeld alstl_files/inhaltsgrafiken/Bilder Vereine/Bild2ObMueglitzt.JPG seuchenfrei.
Im Land Sachsen gab es 2012 - 36 000 Bienenvölker die Völkerverluste des vergangen Winters betrugen 21,7%, das sind 7 800 Völker, als Hauptgrund wird die Varroamilbe gesehen; Pflanzenschutzmittel und die Neonicotinoide sind für Bienen keine Lebensförderung. Aber auch das Wetter in diesem Jahr bis hin zum Hochwasser beinhalten bisher kein gutes Bienenjahr.
Bei einer gesunden Umwelt spricht man von 4 Bienenvölkern auf den qkm, für Sachsen wären dies 72 000 Völker. Die Wildbienen und Hummeln können nur zum Teil diese Aufgabe hinsichtlich der Blütenbestäubung erfüllen. Die Biene trägt für 65% von Obstgehölz, für 25% von Erdbeere, Sonnenblume und Raps die Verantwortung. Ohne Bestäuber wäre ein Verlust von 1,6 Mrd. Euro zu verzeichnen.
Die Biene wird immer als das drittwichtigstes Tier für den Menschen bezeichnet. Viele Imker fühlen sich im Bezug der EU-Förderung als zu stiefmütterlich betrachtet.
Der Honig von der Biene hat eigentlich nicht die Hauptbedeutung, für den Imker schon. Beim Verkauf dient er zur finanziellen Erhaltung seiner Imkerei. Ein Anfänger – Neuimker muss immerhin 2 000 – 3 000 Euro investieren.
Wer auf eine bewusste Ernährung Wert legt schätzt natürlich den Honig vom Imker, möglichst aus seiner Nähe. Honig wird in Deutschland weitgehenst rückstandsfrei erzeugt. Zur Bekämpfung der Varroamilbe setzt der Imker umsichtig organische Säuren ein.
Einen immer höheren Wert erhalten die Produkte vom Bienenvolk Honig, Blütenpollen, Propolis, Gelee royale, Bienengift, die Luft aus dem Bienenvolk u.s.w. zusammengefasst in der Apitherapie.