Formular "Imker-Global-Versicherung"

Versicherte Gefahren für Gefahren der Sach- und Transportversicherung

Versicherungsschutz besteht für:

  • Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Anprall oder Absturz eine bemannten Flugkörpers
  • Schäden durch Diebstahl, Raub und Frevel, soweit der Tatbestand eines solchen Schadens glaubhaft nachgewiesen wird (z.B. durch Vorliegen von Beschädigung an Beuten usw.). Ein Frevelschaden liegt nur bei böswilliger Handlung dritter Personen vor.
  • Schäden durch Sturm (Überschreiten der Windstärke 8)
  • Schäden durch Hochwasser, Überschwemmung, sofern die Bienenvölker und/oder die übrigen versicherten Sachen nicht in einem behördlich festgelegten Hochwasser- oder Überschwemmungsgebiet eine Flusses oder Wasserlaufes aufgestellt sind. Schäden durch Rückstau sind nicht versichert.
  • Schäden durch Erdrutsch oder Felssturz (natürliche Bewegung an Hängen ohne menschliche Beeinflussung).
  • Schäden durch Hagel, Bodensenkung, Erdbeben und Schneedruck.
  • Spritz- und Stäubeschäden

Transportgefahren

Ein Transportschaden liegt vor, wenn versicherte Sachen auf einem Transport durch eine versicherte Gefahr beschädigt oder zerstört werden. Ausgeschlossen sind Schäden, z.B. Verzögerungen bei der Durchführung des Transportes. Schäden durch Verbrausen sind versichert, wenn sie die Folge eines Unfalls des eingesetzten Fahrzeuges oder eines Verkehrsstaus sind. Aufenthalte und Lagerungen zwischen Beginn und Ende eines Tranportes sind mitversichert, jedoch begrenzt auf insgesamt bis zu 48 Stunden pro Reise.

Verhalten im Schadenfall

Im Versicherungsvertrag, den der Landesverband abgeschlossen hat, gibt es Richtlinien über die Abwicklung von Schadenfällen zur Imker-Global-Versicherung. Auf das Wichtigste soll hier hingewiesen werden.

Schadenbesichtigung

Jeder Schaden muss besichtigt werden. Davon ausgenommen sind nur Haftpflichtschäden.

Sachverständige

Als Sachverständiger für den Landesverband und den Versicherer zuständig ist der Vorsitzende des Ortsvereins in dessen Gebiet der Schaden eingetreten ist. Jeder Schaden muss dort innerhalb von drei Tagen gemeldet werden. 
Der Sachverständige macht die Besichtigung und erstellt das Schadengutachten. Nur in begründeten Ausnahmefällen ist das Verändern, Aufräumen usw. der Schadenstätte von der Besichtigung zulässig, z. B. dann, wenn dadurch ein noch größerer Schaden vermieden werden kann.
Wenn der Vorsitzende des für den Schadenort zuständigen Ortsvereins verhindert ist oder, wenn er selbst der Geschädigte ist, muss die Besichtigung durch ein anderes Mitglied aus dem Vorstand dieses Ortsvereins erfolgen.
Es sollte zur Vorbereitung einer Wanderung gehören, die Namen und Telefonnummern des für den Wanderplatz zuständigen Vorsitzenden bereit zu halten und möglichst im Vorwege entsprechende Absprachen zu treffen.
Die Neutralität des Sachverständigen muss immer gewährleistet sein. Seitens der Versicherer wird daher nicht anerkannt, dass ein Gutachten über den eigenen Schaden erstellt wird. Genauso unzulässig ist es, wenn mehrere Imker, die gemeinsam von einem Schadenereignis betroffen sind, sich gegenseitig die Schäden bestätigen.

Anzeige bei der Polizei

Bei Verdacht einer strafbaren Handlung und bei Feuerschäden ist immer eine Anzeige bei der Polizei erforderlich (gegebenenfalls Strafanzeige gegen Unbekannt machen). Nur eine Meldung bei der Polizei ist oft nicht ausreichend, da dann nur in seltenen Fällen Ermittlungen angestellt werden.

Freiwillige Ergänzungsversicherung von Bienenhäusern und Wanderwagen

Bienenhäuser und Wanderwagen können freiwillig versichert werden. Der Versicherungsschutz ist nur in Kraft, wenn zum Zeitpunkt des Schadens die vorgesehene Zusatzprämie für die gewählte freiwillige Ergänzungsversicherung (Stufe I, II oder III) bezahlt worden ist.

Versicherte Gegenstände sind: Bienenhäuser, Freistände, Wanderwagen, Vorräte der Imkerei und Futter in einer Beute.

Versicherungssumme je nach Wahl entweder:
- Stufe I mit insgesamt 5.000,00 € oder
- Stufe II mit insgesamt 10.000,00 € oder
- Stufe III mit insgesamt 20.000,00 €.

Was tun, falls der Verdacht auf eine Bienenvergiftung durch PSM-Anwendung besteht?

Unmittelbar nach Schadenfeststellung kann der Kontrolldienst Agrarwirtschaft im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie angerufen werden.

 

Birgit Seeber
  Tel.: 0351 8928-3501
Sylvia Ullrich   Tel.: 0351 8928-3504
Katja Feuchter   Tel.: 0351 8928-3512

 

Ein Mitarbeiter des Kontrolldienstes besichtigt gemeinsam mit dem Imker den Schadenort, unterstützt ihn bei der fachgerechten Probenahme von Bienen und entnimmt ggf. Pflanzenproben von Verdachtsflächen.

 
Die Proben-Bearbeitung erfolgt duch das JKI - Julius-Kühn-Institut in Braunschweig (ehemals BBA). Von dort erhält man weitere Nachricht und die Befundmitteilung, die für die Abwicklung bei der Imker-Versicherung als Spritz- oder Stäubeschaden wichtig ist.
 
Im Zweifel ist auch die Benachrichtigung der nächsten Polizeidienststelle ratsam, um eine Anzeige auf Sachbeschädigung zu machen, die durch ein "Tagebuchvermerk" mit Aktenzeichen der Polizei quittiert wird und ebenfalls für die Versicherungsabwicklung wichtig ist.

Vergiftungsschäden und Schäden durch Maßnahmen im Pflanzenschutz

Als Beweismittel sind mindestens 1.000 tote Bienen, Pflanzen und auch Spritz- oder Stäubemittelreste, die möglichst in Gegenwart eines Polizeibeamten, eines Vertreters des Pflanzenschutzes oder einer neutralen Person zu sammeln sind, unverzüglich an das

Julius-Kühn-Institut
Messeweg 11-12
38104 Braunschweig

- zweckentsprechend verpackt - zu senden. Bienen- und Pflanzenproben müssen bei der Versendung sorgfältig getrennt bleiben. Pflanzenproben dürfen nicht abgeschüttelt werden.

Bitte nicht an Bieneninstitute schicken, da diese die notwendigen Untersuchungen für Vergiftungsschäden nicht vornehmen.

Antrag zur Einsendung von Probenmaterial an das Julius-Kühn-Institut Braunschweig

Antrag auf Untersuchung von Bienenvergiftungen.pdf (70,3 KiB)

Merkblatt zur Einsendung von Probenmaterial

Merkblatt Probeneinsendung.pdf (58,6 KiB)

Formular "Imker-Haftpflicht"

Die Imker-Haftpflicht-Versicherung erstreckt sich auf Schäden, die das Mitglied des LVSI in seiner Eigenschaft als Imker vornimmt. Als solche gelten auch Vorführungen der eigenen Imkerei.

In der Imker-Haftpflichtversicherung ist eine Produkthaftungsversicherung eingeschlossen.

Das Formular zum Download.

Formular "Imker-Rechtsschutzversicherung"

Versicherungsschutz wird gewährt für die Wahrnehmung rechlicher Interessen (Aktiv- und Passivansprüche) der Mitglieder des Verbandes im Zusammenhang mit der Bienenhaltung. Dazu zählen gerichtliche und außergerichtliche Streitigkeiten.

Der Versicherer übernimmt unter anderem:

  • Vergütung für Rechtsanwälte; Gerichtskosten; Entschädigung für Zeugen, für Sachverständige, Verwaltungsbehörden sowie für Gerichtsvollzieher; Schiedsgerichtskosten;
  • Gebühren, Auslagen und Vollstreckungskosten vor Verwaltungsbehörden; Kosten der Gegenseite, soweit das Mitglied des Verbandes zu deren Übernahme verpflichtet ist; Prüfung von Erfolgsaussichten.

Ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind:

  • im Zusammenhang mit Kriegsereignissen, Nuklearschäden usw.
  • aus dem Bereich des Rechtes der Handelsgesellschaften, Handelsvertreter und Genossenschaften; aus aller Art von Bürgschafts-, Garantie-, Schuldübernahme- und Versicherungsverträgen; aus dem Familien- und Erbrecht; aus Konkurs- und Vergleichsverfahren;
  • in Fällen von Verleumdung, von übler Nachrede und bei Unterlassungsansprüchen;
  • als Halter und/Oder Fahrer von Kraftfahrzeugen;
  • gegenüber dem Verband, seinen Unterorganisationen, dem Deutschen Imkerbund e.V.

Formular "Imker-Unfall-Versicherung"

Versicherungsschutz besteht nur bei Ausübung einer imkerlichen Tätigkeit, bei Veranstaltungen der Organisation und den beschriebenen Verbandsaufgaben.

Die Unfallversicherung unterliegt nicht den Bestimmungen der Doppelversicherung. Im Falle eines Unfalls können also auch Leistungen aus anderen Unfallversicherungen, Krankenversicherungen und/oder einer Berufsgenossenschaft bezogen werden.